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Legende

Der Legende nach birgt der Speicher, in dem sich heute das Hotel Gdansk befindet, ein grosses Geheimnis. Es geht auf eine Zeit zurück, als kurz vor dem Bau des Speichers am Ufer der Mottlau nur ein paar Holzhütten standen.

In der zweiten Hälfte des 18. Jh. kam ein fremder Mann mit einem Karren, auf dem sich eine Holzkiste befand, nach Danzig gereist. Er hütete die Kiste wie seinen Augapfel, als hätte er Angst davor, sie zu verlieren. Er mietete sich ein Zimmer in einem Danziger Bürgerhaus in der Nähe des Grünen Tors an und nahm die Kiste natürlich mit zu sich. Irgendjemand hatte jedoch bemerkt, dass die Kiste wohl einen wertvollen Inhalt birgt und brach nachts in das Zimmer des Fremden ein und nahm die geheimnisvolle Kiste mit sich. Der Fremde hatte jedoch einen leichten Schlaf und als sich die Tür hinter dem Einbrecher schloss, rief er laut um Hilfe. Das ganze Haus erwachte und es begann die Jagd nach dem Dieb. Dieser huschte über die Brücke und versteckte sich zwischen den Holzbuden auf dem anderen Ufer der Mottlau. Die Jagd ging jedoch weiter. Da entdeckte der Dieb einen Graben und vergrub die Kiste darin.

Die Wand der Holzhütte kennzeichnete er durch Messerritze und machte sich auf den Weg zurück in die Stadt, wobei er an der Menschenmenge, die auf der Suche nach dem Dieb war, vorbeihuschte. Am nächsten Morgen kam er zurück, aber an dem Ort des Verstecks herrschte ein reges Treiben, sodass er mit leeren Händen wegging. Abends gab es keine Gelegenheit mehr den Schatz zu holen, da sein Schiff, mit dem er angereist war, gerade vom Krantor ablegte. Er dachte, er würde eines Tages zurückkehren und seinen tief in der Erde vergrabenen Schatz abholen. Die kommenden drei Jahre verbrachte er auf den grossen Weltmeeren - bis er in einer herbstlichen Nacht wieder in Danzig anlegte. Es war eine kühle, neblige Nacht und unmöglich, auch nur irgendetwas am anderen Ufer der Mottlau zu erkennen. Also machte er sich erst am nächsten Morgen mit einem Spaten ausgerüstet auf den Weg um seinen Schatz zu bergen. Wie gross war jedoch sein Erstaunen als er an der Stelle der Holzhütten einen riesigen gemauerten Speicher vorfand.

Der Fremde, der so hinterhältig von dem Dieb bestohlen worden war, hatte in seiner Kiste wertvolle Werke von Rembrandt für König Stanislaus August geladen, die der Meister Marcello Bacciarelli für ihn erworben hatte. Sie tauchten nie mehr auf und das wahrscheinlich deshalb, weil niemals in den unterirdischen Kellergewölben des Speichers genaue Grabungen durchgeführt worden waren.


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